04.08.2020

Übungsdrohnen übergeben

Sie sind 899 Gramm leicht, erreichen bis zu 72 km/h und fliegen bis zu einer halben Stunde: die Übungsdrohnen für die neuen Trupps Unbemannte Luftfahrzeuge(UL). Der THW-Landesverband Nordrhein-Westfalen hat acht Drohnen beschafft und am 3. August in Heiligenhaus an die ehrenamtlichen Einsatzkräfte übergeben.

Bei der Übergabe an die acht Ortsverbände, die unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen stattfand, schaute der Landesbeauftragte Dr. Ingo Schliwienski vorbei und freute sich, „dass mit der Anschaffung der Drohnen der Ausbildungsstand der Drohnenpilotinnen und –piloten und damit die Einsatzbereitschaft der neuen Trupps voran gebracht wird.“ 

Die Drohnen vom Typ „DJI Mavic 2 Enterprise“ verfügen über acht Sicht- und zwei Infrarotsensoren, die den Abstand zu Objekten in der Umgebung bestimmen und so Kollisionen verhindern. Die 12 Megapixel Kamera verfügt über einen 2-fach optischen sowie 3-fach digitalen Zoom und erstellt Aufnahmen in 4K-Auflösung. Die eingebaute Infrarotkamera erfasst Wärmeunterschiede und kann Temperaturen punktuell messen.  Gespeichert werden die Bilder und Videos auf einem 24GB großen internen Speicher oder auf einer 128 Gigabyte großen externen Speicherkarte.

Die Ehrenamtlichen haben mit dem Fluggerät drei Zubehörteile in Empfang genommen, die sich modular je nach Einsatzerfordernis anbringen lassen. Ein Dual-Scheinwerfer sorgt mit einer Beleuchtungsstärke von elf Lux bei 30 Meter für Licht in der Dunkelheit und erleichtert beispielweise die Suche nach Personen in der Nacht. Mit dem Lautsprecher ist eine direkte Kommunikation mit sich am Boden befindlichen Einsatzkräften möglich; auf einem Meter Entfernung wird eine Lautstärke von bis zu 100 Dezibel erreicht. Das Kollisionswarnlicht sorgt insbesondere bei nächtlichen Flügen für mehr Sicherheit. 

Mit der Inkrafttreten der neuen Stärke- und Ausstattungsnachweisung am 1. Juli 2020 hat das THW neue Teileinheiten ins Leben gerufen. Mit dieser einsatztaktischen Neuausrichtung  ist auch der Trupp Unbemannte Luftfahrzeuge eingeführt worden. Die Trupps UL werden künftig bei der Lageerkundung oder Personensuche eingesetzt. Mit ihren Drohnen kommen sie an Stellen, an die Einsatzkräfte, Technik oder Rettungshunde nicht gelangen oder es trotz Schutzkleidung und -maßnahmen zu gefährlich ist. Trümmer, unwegsames Gelände oder überschwemmtes Gebiet stellen für die kleinen fliegenden Helfer kein Problem dar.

Im Landesverband Nordrhein-Westfalen werden derzeit zwölf Trupps UL aufgebaut. Vier Ortsverbände erhalten eine identische Übungsdrohne durch eine Zuwendung der Stiftung THW. Die Bundesanstalt THW wird noch größere und leistungsfähigere Drohnen für den Einsatzfall beschaffen.


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